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Online Poker Strategie Pot
Odds
POT ODDS
Wie bereits besprochen beinhaltet Poker natürlich auch
eine nicht zu unterschätzende mathematische Komponente.
Diese Komponente kann als Hilfe für die Entscheidung, ob man
eine Erhöhung bezahlt oder nicht, dienen. Zum Beispiel:
| Im Pot sind 40$ und sie haben |
Und der Flop kommt |
| 7s8s |
Ac10h9h |
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Der Gegner ist am Zug und setzt 10$.
Sie haben momentan nur die 8 als Highcard, mit der Sie
mit größter Wahrscheinlichkeit verlieren werden. Aber jeder
Bube und jede 6 geben Ihnen eine Strasse. Wie hoch ist also
die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine dieser Karten treffen?
Das gesamte Kartenpaket hat 52 Karten. Davon sehen Sie
bereits fünf Karten, also bleiben 47 Karten übrig. Um Ihre
Hand zu komplettieren benötigen Sie einen der vier Buben
oder eine der vier 6en. Das ergibt ein Verhältnis von acht
guten Karten zu 39 schlechten Karten. Die Chancen, Ihre Hand
zu komplettieren stehen also 1:4,875
Jetzt wissen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre
Hand komplettieren, aber Sie wissen immer noch nicht, ob Sie
die 10$ Erhöhung Ihres Gegners zahlen sollen. Für diese
Entscheidung vergleicht man nun die Wahrscheinlichkeit des
Komplettierens Ihrer Hand mit dem Verhältnis des Einsatzes
zu dem möglichen Gewinn. Ihr Gegner hat 10$ gesetzt und 40$
sind bereits im Pot. Sie müssten also 10$ bezahlen um 50$
gewinnen zu können. Das ergibt ein Verhältnis von 5:1. Jetzt
wird die Entscheidung einfacher. Sie haben eine 1:4,875
Chance Ihre Hand zu machen und würden 5:1 für Ihren Einsatz
bekommen. Aufgrund dieser Berechnung wäre ein Call in dieser
Situation gerechtfertigt. Das heißt zwar nicht, dass Sie
diese Hand jedes mal gewinnen werden, aber langfristig
werden Sie mit dieser Spielweise Profit machen.
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POKER - BETTING - BET
08.05.2012
BETTING Ein klassischer Fehler von
Anfängern ist, dass Sie die falsche Erhöhung
zum falschen Zeitpunkt machen. Es gibt viele
Gründe warum man bieten bzw. erhöhen sollte.
Im Folgenden werden wir hier die drei
häufigsten Gründe erklären.
Value Bet
Als Value Bet wird eine Erhöhung
bezeichnet, wenn man davon ausgeht, dass man
die beste Karte hält und man den Pot erhöhen
will. Man versucht den maximalen Betrag
einzuschätzen, den die Gegner bereit sind zu
bezahlen. Man will nicht, dass die Gegner
die Karten passen, sondern den Pot auf die
höchstmögliche Summe erhöhen um den
maximalen Gewinn mit seiner guten Hand zu
erzielen.
Spielt man gegen einen Gegner, der sehr
konservativ spielt, sollte man nur kleine
Value Bets machen, da er sonst passen wird.
Gegen sehr lockere Spieler kann man deutlich
höhere Value Bets setzen. Auch hier wird
wieder deutlich, wie wichtig es ist
Informationen über seine Gegner zu sammeln
und eine gute Einschätzung ihrer Spielstile
zu haben.
Semi Bluff
Als einen Semi Bluff bezeichnet man eine
Erhöhung ohne eine gute Hand zu haben, aber
mit vielen Möglichkeiten mit der nächsten
(Turn) oder übernächsten (River) Karte eine
gute Hand zu bekommen. Das Ziel ist, dabei
zum einen eine starke Hand vorzutäuschen und
den Gegner zum Folden zu bringen oder mit
den nächsten Karten im Board die beste Hand
zu haben. Durch diese kombinierten Chancen
auf den Gewinn ist der Semi Bluff ein gutes
Instrument. Allerdings muss man dafür auch
genügend Chancen auf eine gute Karte haben.
Als typische Beispiele lassen sich hier das
Flush Draw und das Open Ended Straight Draw
nennen.
Beispiel:
Sie haben Ah 4h und der Flop kommt mit 2s 3h
Jh. Sie sind in der ersten Position und
haben bis jetzt nichts. Aber jede Herz (noch
9 Karten) und jede 5 (4 Karten, wobei eine
davon Herz ist) gibt Ihnen ein Flush oder
eine Strasse und damit eine sehr gute Hand.
Also sollten Sie setzen. Falls Ihr Gegner
nichts hat wird er passen und falls er
bezahlt gibt es immer noch 12 Karten, die
Ihnen zu der wahrscheinlich besten Hand
verhelfen.
Sie sollten den Semi bluff aber nicht zu
oft verwenden, da Ihre Gegner dies sonst
bald merken werden und Sie leicht ausspielen
können.
Information Bet
Manchmal ist es gut in erster Position zu
bieten um mehr Informationen über die Hand
Ihres Gegners zu bekommen.
Zum Beispiel:
Sie haben KJ in mittlerer Position und
bezahlen das Blind. Alle Spieler nach Ihnen
folden, nur der Small Blind macht ein Raise.
Sie entscheiden sich zu bezahlen und der
Flop kommt K25 verschiedenfarbig. Sie haben
also Top Pair getroffen und eine gute Hand,
aber es könnte auch sein, dass Ihr Gegner
AK, KQ oder KK, aber auch TT, JJ oder QQ
hat. Um herauszufinden, wie stark Ihre Hand
wirklich ist, sollten Sie ein kleines Bet
machen. Falls Ihr Gegner Sie wieder erhöht
können Sie davon ausgehen, dass Ihre Hand
geschlagen ist und müssen diese passen. Wenn
nicht, haben sie eine gute Chance diese Hand
zu gewinnen.
Auch beim Information Bet ist es wichtig,
dass Sie relativ genau wissen, welcher
Spielertyp Ihr Gegner ist. Ein sehr
aggressiver Spieler wird Ihr kleines Bet als
Schwäche deuten und eventuell sogar mit
einer schwächeren Hand ein Reraise machen.
Dann stecken Sie in der Zwickmühle, weil Sie
nicht wissen ob Sie nun bezahlen oder passen
sollen.
Gegen einen aggressiven Spieler kann man
ein Check Raise machen. Das bedeutet man
checkt obwohl man eine gute Hand hat und
hofft darauf, dass der aggressive Spieler
ein Bet macht. Wenn man dann wieder an der
Reihe ist, raist man den Gegner. Falls
dieser keine gute Hand hat, ist er fast
gezwungen seine Karten wegzuschmeißen. Falls
er aber reraisen sollte ist es Zeit, dass
Sie sich von Ihren eigenen Karten trennen.
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BAD BEAT Ein Bad Beat ist, wenn man die beste
Hand hat und Geld in den Pot bringt, weil auch
das Verhältnis vom Einsatz zum zu erwartenden
Gewinn stimmt und man von einem Gegenspieler
geschlagen wird, der die schlechtere Hand und
das falsche Verhältnis hatte. Mit Bad Beats muss
jeder Pokerspieler leben. Man kann bei Poker
nicht immer gewinnen. Die Profispieler probieren
Ihre Gewinne langfristig zu maximieren. Man darf
wegen Bad Beats nicht die Nerven verlieren,
sondern man muss sie als Teil des Spiels
akzeptieren.
Das Ziel ist, dass man die eigenen Fehler
minimiert und aus den Fehlern der Gegner Profit
schlägt. Und glauben Sie uns, Ihr Gegner wird
nicht immer so viel Glück haben.
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STATISTIKEN
Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Karten
In der nachfolgenden Tabelle stehen verschiedene
Wahrscheinlichkeiten für das Erhalten bzw.
Vervollständigen eines bestimmten Blattes. Alle
Wahrscheinlichkeiten beziehen sich nur auf die
Spielvariante Texas Hold'em.
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PREFLOP (die ersten zwei Karten, die
man vom Dealer verdeckt bekommt)
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| Wahrscheinlichkeit, vom Dealer ein
Paar auf die Hand zu bekommen |
5,9% |
| Wahrscheinlichkeit, vom Dealer zwei
Karten gleicher Farbe zu bekommen |
23,5% |
| Wahrscheinlichkeit, vom Dealer zwei
Asse auf die Hand zu bekommen |
0,45% |
| Wahrscheinlichkeit, vom Dealer zwei
Verbindungskarten (aufeinander folgende
Karten, z. B: 8 und 9 oder Bube und
Dame) zu bekommen |
25,7% |
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FLOP (die ersten drei
Gemeinschaftskarten)
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| Wahrscheinlichkeit, beim Flop Drei
Gleiche oder Vier Gleiche zu bekommen,
wenn man ein Paar in der Hand hält |
11,8% |
| Wahrscheinlichkeit, beim Flop ein
Paar zu bekommen, wenn man zwei
ungleiche Karten in der Hand hält |
32,4% |
| Wahrscheinlichkeit, beim Flop einen
Flush zu bekommen, wenn man zwei Karten
gleicher Farbe in der Hand hält |
0,84% |
| Wahrscheinlichkeit, beim Flop einen
Flush Draw zu bekommen, wenn man zwei
Karten gleicher Farbe in der Hand hält |
11% |
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TURN und RIVER (die vierte und die
fünfte Gemeinschaftskarte)
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| Wahrscheinlichkeit für einen
open-ended Straight Draw (z. B. man hat
4 Karten in einer Reihenfolge und sowohl
am unteren als auch am oberen Ende fehlt
nur eine Karte für die fertige Strasse) |
31,5% |
| Wahrscheinlichkeit eines Gutshot
Straight Draw (es fehlt genau eine Karte
in der Mitte um eine fertige Strasse zu
bekommen) beim Turn oder River |
16,5% |
| Wahrscheinlichkeit eines Flush beim
River |
19,6% |
| Wahrscheinlichkeit eines Straight
beim Turn |
17% |
| Wahrscheinlichkeit eines Straight
beim River |
17,4% |
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Vergleich der
Gewinnwahrscheinlichkeit zwischen
zwei Händen
|
| Wahrscheinlichkeit, dass ein
niedrigeres Pocket-Paar ein höheres
Pocket-Paar schlägt |
18,5% |
| Wahrscheinlichkeit, dass nicht
gepaarte Overcards (höhere Karten) ein
niedrigeres Pocket-Paar schlagen |
45% |
| Wahrscheinlichkeit, dass ein
dominiertes Blatt (z. B. AJ vs. AK)
gewinnt |
24% |
| Wahrscheinlichkeit, dass ein sehr
hohes Blatt in einer Farbe gegen ein
höheres Paar gewinnt (z. B. AA vs. KTs) |
12,7% |
| Wahrscheinlichkeit, dass ein sehr
hohes Blatt mit verschiedenen Farben
gegen ein höheres Paar gewinnt (z. B. AA
vs. KTo) |
7,2% |
| Wahrscheinlichkeit, dass zwei
verschiedenfarbige schwächere Karten
zwei verschiedenfarbige stärkere Karten
schlagen (z. B. BT vs. AK) |
36,7% |
| Wahrscheinlichkeit, dass zwei
gleichfarbige schwächere Karten zwei
verschiedenfarbige stärkere Karten
schlagen (z. B. BT vs. AK) |
41% |
| Wahrscheinlichkeit, dass zwei
verschiedenfarbige, nicht-aufeinander
folgende schwächere Karten zwei
gleichfarbige aufeinander folgende
stärkere Karten schlagen (z. B. T4o vs.
AKs) |
32,4% |
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Wahrscheinlichkeit mit bestimmten
Händen zu gewinnen
|
| AA (zwei Asse) |
75% |
| KK (zwei Könige) |
63,5% |
| DD (zwei Damen) |
56,1% |
| BB (zwei Buben) |
50% |
| AKs (Ass und König in derselben
Farbe) |
51,1% |
| AKo (Ass und König in verschiedenen
Farben) |
48,1% |
| AQs (Ass und Dame in derselben
Farbe) |
46,5% |
| TT (zwei Zehner) |
43,5% |
| AJ (Ass und Bube in derselben Farbe) |
41,7% |
| AQ (Ass und Dame in verschiedenen
Farben) |
42,4% |
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Die Hände, die die meisten Pots
gewinnen
|
| Zwei Paare |
31% |
| Ein Paar |
27% |
| Drilling |
12% |
| Straße |
9% |
| Flush |
9% |
| Full House |
9% |
| High Card |
2% |
| Vierling |
1% |
| Straight Flush |
1% |
| Royal Flush |
1% |
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